Update: Oops, da war ich etwas zu vorschnell, die Seite sieht zwar aus wie die offizielle Seite der Stadt Köln, ist aber wohl nur ein Fake.
Da sieht man mal wie viel ich den WM-Organisatoren an Wahnsinn schon zutraue. Allerdings vertsteht die Stadt Köln da keinen Spaß und überlegt rechtliche Schritte gegen die satirische Seite.
Schon mal was von einer Bannmeile gehört? Laut Wikipedia definiert man eine Bannmeile so:
Mit Bannmeile oder auch Befriedeter Bezirk (früher auch Bannkreis genannt) bezeichnet man allgemeine Schutzzonen um die Sitzungsorte der Gesetzgebungsorgane des Bundes (z. B. Bundestag, Bundesrat) und der Länder (Landtage) sowie des Bundesverfassungsgerichts, in der Tätigkeiten bzw. Versammlungen verboten und nur in Ausnahmefällen zugelassen sind. Beabsichtigt wird der Schutz dieser Verfassungsorgane vom unmittelbaren Druck der Bevölkerung.
Bei der WM will man allerdings keine Verfassungsorgane vor Druck der Bevölkerung schützen, sondern Sponsoren vor der Konkurrenz. Die Bannmeile (auch kontrollierte Zone
genannt) ist eine Zone in der man den Bewohnern unter anderem vorschreibt in welcher Kleidung sie sich aus dem Haus zu begeben haben. Glaubst du nicht? Auf der (getürkten) WM Informationsseite der Stadt Köln finden sich Hinweise wie man sich innerhalb der Bannmeile zu verhalten hat. Auszug gefällig?
Liebe Fussballfreundinnen und - freunde, bitte helfen sie der Stadt Köln sowie unseren Partnern aus der Wirtschaft und sehen sie daher in der Zeit der Weltmeisterschaftsspiele davon ab, Markenzeichen von Nicht-Sponsoren öffentlich, vor allem aber innerhalb der kontrollierten Zone (Bannmeile), zu tragen. Dazu zählen Bild- sowie Wortmarken wie z.B. Logos, Signets, Markenzeichen und Schriftzüge.
Ziel soll sein, die hohe Service- und Leistungsbereitschaft in ganz Deutschland und insbesondere in unserem schönen Köln in den Mittelpunkt zu stellen.
Bei der Weltmeisterschaft 1974 hatten wir noch nicht die Chance, aber diesmal können wir Kölnerinnen und Kölner der ganzen Welt beweisen, wie leistungsbereit und fußballverrückt wir sind.
Die Checkliste(PDF) ist da noch etwas genauer.
-
Bekleidung:
Vermeiden Sie während der Spieltage das öffentliche Tragen von Markenzeichen der
Nicht-Sponsoren, z.B. auf T-Shirts, Pullovern, Socken, Mützen etc.
-
Hausfassade:
Sehen Sie davon ab Fahnen, Handtücher oder sonstige großflächige Werbeträger mit
Markenzeichen von Nicht-Sponsoren sichtbar im Bereich Ihrer Hausfassade anzubringen.
-
PKW:
Falls sich auf ihrem PKW Werbeaufschriften von Nicht-Sponsoren befinden, versuchen
Sie während der Spieltage so unauffällig wie möglich zu parken, oder die Aufschriften
mit einem neutralen Material abzudecken.
-
Fernsehübertragungen:
Halten Sie während Werbesendungen von Nicht-Sponsoren ihre Fenster geschlossen,
oder schalten Sie Ihr Fernsehgerät ab. Diese Regeln gelten besonders wenn Sie beabsichtigen,
die WM-Übertragungen im Freien zu empfangen.
-
In der Öffentlichkeit:
Vermeiden Sie das Nachsingen, Nachsummen oder Pfeifen von Werbemelodien der
Nicht-Sponsoren, sowie das Abspielen von Handy-Klingeltönen selbiger.
-
Kinder und Senioren:
Helfen Sie auch ihren Angehörigen bei der Einhaltung der Regelungen für eine erfolgreiche
Fifa WM 2006.
-
Trinkhallen und Gaststätten:
Beinhaltet ihr Firmenschriftzug Bild- oder Wortmarken der Nicht-Sponsoren, so
entfernen Sie diese oder machen diese unkenntlich. Als Gast bestehen sie bei der Bewirtung
auf einen werbefreien Bierfilz, oder nur auf den offiziellen mit dem Fifa WM 2006
Logo.
-
Beim Einkaufen:
Wenn Sie beim Einkaufen gezwungen sind Fremdprodukte zu kaufen, achten Sie auf dem
Nachhauseweg darauf diese nicht offen zur Schau zu stellen.
Schöne neue Fußballwelt?
Infoschreiben und Internetseite zur WM gefälscht heißt es bei der Stadt Köln: Mit einem gefälschten Kopfbogen der Stadt Köln und unter dem Absender „OK FIFA WM 2006 Köln, Sportamt“ haben sich Unbekannte an Anwohnerinnen und Anwohner des Sport
Tracked: Jun 01, 16:18