Saturday, December 24. 2005
Allen Bloglesern und ihren Familien wünsche ich frohe Weihnachten und schöne Feiertage!

Thursday, December 22. 2005
Da mein Arbeitgeber ja inzwischen auch zur großen United Internet Familie gehört, gab es diesmal ein schönes Weihnachtsgeschenk:

Das Cap hat hinten noch den Aufdruck GER 72, denn die Kopfbedeckung ist die offizielle Mütze für das Team von United Internet das den America's Cup mitsegelt. Danke United Internet für das nette Präsent. 
Wednesday, December 21. 2005
Bist du an Chemie interessiert? Hast du vielleicht sogar chemische Stoffe zuhause um Experimente zu machen? Dann kannst du dich vielleicht schon bald über eine kostenlose Demonstration der Exekutivmacht in deiner Wohnung freuen!
Im Telepolismagazin gibt es einen Artikel welcher beschreibt wie 1.700 chemiebegeisterte Bundesbürger einen konstenlosen Frühjahrsputz durch die Herren in Grün bekamen. Beanstandet wurden Chemikalien wie Natriumhydroxid und Kupfersulfat, welche laut einem Richter explosionsgefährlich und erlaubnispflichtig nach § 27 Sprengstoffgesetz seien und der bloße Erwerb deshalb bereits strafbar ist. Das diese Chemikalien auch in Supermärkten als Mittel gegen verstopfte Rohre und in Chemiebaukästen für Kinder vorkommen, scheint der Herr übersehen zu haben.
Also nahm das ganze seinen Lauf, es wurden Kommunikationsdaten festgestellt, Kontakte von eBay überprüft und ganz normale Chemikalien wurden den Besitzern zum Verhängnis. Nun stelle man sich diese Inkompetenz von richterlicher Seite zusammen mit der Vorratsdatenspeicherung vor, dann kann man sich in etwa vorstellen was wir in Zukunft von unseren staatlichen Stellen noch zu erwarten haben.
Wednesday, December 14. 2005
Beruflich und privat habe ich viel mit Telekommunikation zu tun. Ich rufe Freunde und Kunden an, verschicke E-Mails, schicke SMS, chatte mit Kollegen und surfe im Web. Was das alles miteinander zu tun hat?
Ab demnächst werden die Verbindungsdaten für jeden Anruf, jede Mail, jede SMS und so ziemlich alle Spuren die man im Netz hinterlässt gespeichert. Und zwar für theoretisch unbegrenzte Zeit.
Wie zum Beispiel Heise ausführlich berichtet, hat das EU Parlament soeben beschlossen, dass Telekommunikationsdaten auf Vorrat gespeichert werden müssen. Und man kann noch so viel mit Terrorismus und sonstigen Totschlagargumenten um sich werfen, diese Aktion etabliert die Grundzüge eines Überwachungsstaat wie er schon in 1984 so treffend beschrieben wurde.
Ohne Anfangsverdacht werden riesige Datenmengen gehortet (Wer das wohl bezahlen wird? Eine Rechnung macht zum Beispiel Guido in seinem Blog), wobei noch nicht mal wirklich klar ist, wie das technisch geschehen soll. Was genau soll das denn noch mit verhältnismäßiger Datenspeicherung zu tun haben? Wird man dadurch mehr Terroristen oder Kinderschänder verhaften? Ich wage es zu bezweifeln. Wird man Verbrechen dadurch vorzeitig verhindern können? Bei den Datenmengen die anfallen ist das unwahrscheinlich, schon heute sind viele staatliche Stellen mit der Auswertung der vorhandenen Daten überfordert.
Für die Leute unter uns die nicht gern Schritt für Schritt überwacht werden wollen, bleiben noch so Auswege wie zum Beispiel das TOR Netzwerk oder JAP. Jedenfalls so lange, bis man diese auch für illegal erklärt. Und wie es dann weitergeht, da kann man sich ja schon mal Anleitung von unserem Industriepartnerland China holen.
[Update] Man hat sich nicht auf eine Speicherfrist einigen können, also können die Daten unbegrenzt gespeichert werden, Polen will Daten z.B. 15 Jahre lang speichern. Desweiteren habe ich etwas klarer geschrieben, dass es um die Verbindungsdaten geht, nicht um den Inhalt. Alles ganz genau schreibt Netzpolitik.org.
Wednesday, December 7. 2005
Die Sunrise-Periode 1 von .eu ist gestartet, gleichzeitig ist whois.eu als Whois-Server online gegangen. Das Webinterface ist unter www.whois.eu erreichbar.
Leute die gwhois benutzen, können folgenden Eintrag in die pattern Datei hinzufügen:
:whois|whois.eu
\.eu$
Tuesday, December 6. 2005
Falls jemand nicht weiß was er mir zu Weihnachten schenken soll (wieso auch immer) und falls derjenige zufällig Geld übrig hat, es gäbe da tatsächlich was, was ich ziemlich gut finde: Das Logitech MM50 als Zubehör für meinen iPod. 

Dieses nette Teil macht Sound den man sonst nur von größeren Stereoanlagen kennt und ist seinen Preis definitiv wert. Geizkragen listet es schon ab ca. 90-100 EUR.
Also wenn sich jemand berufen fühlt mir das Ding zu schenken, nix dagegen. Ansonsten wird es wohl nächstes Jahr irgendwann selbst angeschafft.
Monday, December 5. 2005
Für alle die es noch nicht getan haben, es wird Zeit:

Friday, December 2. 2005
Bald ist es soweit. Die EU-Politiker haben sich ihr Weihnachtsgeschenk erfüllt. Schon bald darf 24 Monate gespeichert werden, wo und wann man mit wem telefoniert, wann und an wen man E-Mails schreibt, und mit wem man mittels VoIP telefoniert.
Was kann man also tun, wenn man nicht zensiert werden will und nicht will das Staat, Arbeitgeber oder neugierige Mitmenschen alles mitkriegen was man im Internet tut? Eine Möglichkeit ist das Tor Netzwerk das unter anderem von der Electronic Frontier Foundation gefördert wird.

Das TOR-Netzwerk fuktioniert im Prinzip so: Man installiert auf seinem Rechner ein Clientprogramm welches als SOCKS-Proxy fungiert und somit im Prinzip alle möglichen Internetanwendungen(Web, Mail, P2P, etc.) verschlüsseln kann. Wenn man nun diesen Client als Proxy in seinen Browser einträgt, wird eine Verbindung nicht mehr direkt aufgebaut, sondern die Daten gehen verschlüsselt an einen TOR-Router. Dieser wiederum verschickt die Daten über 2 oder mehr TOR-Router weiter, wobei der jeweilige Router nur seine nächsten Nachbarn kennt. Der letzte Router stellt dann quasi "in Vertretung" die Anfrage an den jeweiligen Webserver.
Der Trick ist, da jeder Router nur seinen nächsten Nachbarn kennt und die Daten zwischen den einzelnen Stationen verschlüsselt sind, kann niemand einen Zusammenhang zwischen den Daten die das Netzwerk betreten und den Daten die das Netzwerk verlassen herstellen, auch nicht die TOR-Router selbst. Alle Informationen zum TOR-Netzwerk und Anleitungen für verschiedene Betriebssysteme findet man auf tor.eff.org. Damit TOR schnell arbeiten kann werden auch ständig neue Router für das Netzwerk benötigt. Wer einen Server mit fester IP hat und etwas Traffic/Bandbreite entbehren kann,sollte TOR als Server laufen lassen, damit andere TOR-User davon profitieren können.
Gerade fertiggelesen: The Amulet of Samarkand, das erste Buch aus der Bartimaeus Trilogie.
 
Nathaniel ist ein junger Magier in der Ausbildung. Sehr viel intelligenter und weiter fortgeschritten in den magischen Künsten als sein mittelmäßig begabter Meister ahnt, beschwört Nathaniel den 5000 Jahre alten Dämon Bartimaeus. Dieser soll eine wichtige Aufgabe für ihn erfüllen: Er soll das Amulett von Samarkand stehlen.
Das Problem an der ganzen Geschichte: Das Amulett befindet sich momentan im Besitz von Simon Lovelace, einem Meister der Magie und hochrangigen Mitglied der magischen Regierung von London. Doch nachdem es Nathaniel schafft, das Amulett trotz aller Schwierigkeiten von Lovelace zu stehlen, fangen die Probleme für ihn erst an. Er befindet sich plötzlich mitten in einem Durcheinander aus Intrigen, Rebellion und Mord.
Fazit: Die Geschichte spielt im heutigen London, allerdings wird England nicht von der Queen regiert, sondern von Magiern, welche die Regierung stellen. Gleich vorneweg: Ich fand den Anfang etwas schwergängig, richtig Spaß macht die Geschichte erst nach ein paar Kapiteln. Ansonsten ist es die interessante Geschichte über Nathaniel und Bartimaeus, den Magierschüler und seinen Dämon, welche sich mitten in einer Intrige um die Macht im Königreich befinden. Nicht zuletzt die Fußnoten und Ausführungen von Bartimaeus regen zwischendurch immer wieder zum Schmunzeln an und erinnern etwas an die Schreibart von Terry Pratchett und seinen Scheibenweltbüchern. Der Dämon stiehlt dem Magier-Azubi Nathaniel oft die Show und setzt sich selbst auch immer großartig in Szene. Obwohl das Buch der erste Teil einer Trilogie ist, hat es ein richtiges Ende. Der zweite Band spielt 2 Jahre nach diesem Buch. Bestellt habe ich mir Band 2 und 3 bereits, mal sehen wie es weitergeht. Das Ganze auf Deutsch:
 
Thursday, December 1. 2005
Ich habe es mal wieder geschafft, ein neues Buch von Tad Willams zu lesen: The War of the Flowers!
 
Theo, ein Musiker der nicht wirklich viel mit seinem Leben anfangen kann, kommt nach schweren Schicksalsschlägen nicht mehr mit seinem Leben zurecht. Kurz nachdem er sich in die Einsamkeit zurückgezogen hat, erreicht ihn Besuch aus einer anderen Welt: Faerie.
Die Feenwelt Faerie erscheint nur auf den ersten Blick wie ein Paradies. Es gibt verschiedene Klassen, wobei die untersten Schichten gnadenlos von den oberen Klassen beherrscht werden. Ganz oben stehen die sieben Flowers, sieben mächtige Familien, welche sich seit dem Tod des Königs und der Königin des Feenlandes die Macht teilen. Doch die magische Kraft der Feen lässt langsam nach, und die Anführer der drei mächtigsten Flowers beschließen einen schrecklichen Plan, der die magische Kraft wiederherstellen soll: Die Welt der Menschen muss vernichtet werden.
In diese Welt gelangt Theo, und ihm allein muss es gelingen das Schlimmste für seine Welt und die Welt der Feen zu verhindern. Doch erstmal muss er sich mit der Situation anfreunden, dass auch im Feenreich Züge und Autos fahren und Glühlampen mit magischer Elektrizität betrieben werden. So hatte er sich die Welt der Feen nicht vorgestellt.
Fazit: Ein wirklich lesenswertes Buch, wie eigentlich alle Bücher von Tad Williams. War of the Flowers ist durchgehend spannend, auch wenn man teilweise schon vorher ahnen kann,was als nächstes passieren wird. Die Welt der Feen, die eine Mischung aus Magie und moderner Technik darstellt, ist wirklich faszinierend. Man kann sich gut vorstellen wie das Leben dort sein muss. Das Buch ist geeignet für jeden der etwas für Fantasy übrig hat und auf jeden Fall ein Kauf den ich nicht bereut habe. Das Ganze gibt es auch auf Deutsch:  
 [Update:] 100. Eintrag, Juhu!
Wie netzpolitik.org und auch Spreeblick selbst mitteilt, hat Spreeblick einen neuen Sponsor: Die Toten Hosen. Und nicht nur das, Die Toten Hosen stellen auch exklusiv 6 Titel von ihrer neuen DVD "Heimspiel" zum Download zur Verfügung, und zwar über bittorrent. Egal ob man die Musik der Toten Hosen mag oder nicht, das ist eine klasse Aktion! Nur weiter so.
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