MöhrenfeldEntries from September 2007 |
Friday, September 28. 2007Burma, Birma, MyanmarWer wissen will wie es in Burma wirklich zugeht sollte evtl. einen Blick auf das Blog von Ko Htike werfen. Dort steht das, was dem UN Sicherheitsrat gerade mal ein "Oh das ist aber nicht nett was ihr da tut" wert ist. Weil China da unbedingt mal wieder zeigen muss, was sie von Demokratie halten. Wann wirft die endlich jemand raus oder schafft wenigstens das Veto-Recht ab? Ein Land das sein Veto gegen Sanktionen einlegt die ein Militärregime davon abhalten sollen weiter unschuldige Menschen zu töten und einzusperren, nur weil diese Menschen für Demokratie protestieren. Und so ein Land lassen wir die Olympischen Spiele, welche ein Zeichen der Verbundenheit aller Länder ausdrücken soll, ausrichten? Klar, in China ham sie Erfahrung mit blutigen Massakern, aber wieso tut die mächtige US of A nichts? Aber leider gibt es in Burma kein Öl, sonst wäre da ja vielleicht schon mal was passiert. Ich weiss nicht ob es mir nur so vorkommt, aber ich habe das Gefühl die Welt geht immer schneller vor die Hunde. Sunday, September 16. 2007Save the cheerleader, save the world!
Ich hatte das Vergnügen die erste Staffel bereits auf Englisch zu sehen und bin begeistert. Ich konnte mich mit Lost, 4400 und den anderen Serien dieser Kategorie nie richtig anfreunden, aber bei Heroes ist das anders. Die Charaktere sind völlig unterschiedlich doch alle auf ihre Art liebenswert und glaubwürdig (Im Gegensatz zu Lost, wo mir die Charaktere einfach zu künstlich vorkamen). Viele der "Heroes" und ihrer Mitmenschen sind nicht so wie sie anfangs erscheinen. Erst langsam wird klar, wer welches Spiel spielt. So kommt es vor das man plötzlich Mitleid mit Personen bekommt welche man eine Episode zuvor noch für abgrundtief böse gehalten hat.
Die Charaktere werden einzeln vorgestellt und es wird im Laufe einer Folge oft zwischen ihnen hin und her gesprungen. Der Maler, der auf seinen Herointrips die Zukunft zeichnet. Der japanische Arbeiter der die Zeit anhalten kann. Die unverwundbare Cheerleaderin. Der Professor der die Arbeit seines ermordeten Vaters fortführt und versucht die Helden zu finden. Der Kongresskandidat der davor Angst hat, dass die Fähigkeiten seines Bruders ihn die Kandidatur kosten. Der geheimnissvolle Fremde der die Helden sucht und sie tötet. Der Cop der versucht mit seinen Fähigkeiten seine Ehe und später die Welt zu retten. Viele, viele interessante Helden, zusammen mit einem wunderschönen Soundtrack, tollen Bildern (und das mit den Bildern ist sogar wörtlich gemeint) und einer mitreißenden Story machen Heroes zu einer außergewöhnlichen Serie. Es treten auch einige "alte" Bekannte auf, zum Beispiel George Takei (Star Trek, Hikaru Sulu).
RTL2 zeigt Heroes auf Deutsch, ab dem 10. Oktober 2007 um 20:15 Uhr. Man wird sehen wie gut die deutsche Übersetzung ist und wieviel geschnitten wird. Ich habe so meine Zweifel ob alle Szenen so im deutschen Fernsehen um 20:15 Uhr gezeigt werden dürfen. Aber Übersetzung hin oder her, schaut euch die Serie an. Es lohnt sich! Ich freue mich in der Zwischenzeit auf die zweite englische Staffel die bald beginnt.
Tuesday, September 11. 2007Es geht schneller bergabPassend zum 11. September gleich noch ein paar Terrorthemen. Übrigens werdet ihr diesen Artikel bald nicht mehr finden falls ihr nach Terrorismus sucht. Wieso? Weil man nach Terrorismus nicht mehr suchen können wird. Und dann wird alles gut! Da hätten wir einmal unseren STASI 2.0 Rolli, Wolfgang Schäuble. Der hat jetzt nämlich die Schnauze voll vom diskutieren. Er will die Onlinedurchsuchung Dann wäre da die EU-Kommission, vertreten durch ihren Cheffe Franco Frattini. Damit die bösen Terroristen sich nicht ihre Bombenbauanleitungen ergooglen können, will man so böse Wörter wie Bombe, Töten, Genozid oder Terrorismus verbieten. Das ist vor allem für die Terroristen schlecht die sich keine Reise ins Terrorcamp leisten können, denn dort kriegen sie das auch ohne Internet beigebracht. Sie könnten natürlich auch einfach bei Wikipedia oder ähnlichen Seiten nachsehen. Deutschland befindet sich auf der Flucht vor dem Terrorismus. Anstatt sich mit rechtstaatlichen Mitteln zu wehren lässt Deutschland sich von den Terroristen immer weiter in die Enge jagen. Man baut immer mehr Rechte und Freiheiten ab. Bis man irgendwann vor der Wand steht und merkt, dass man keinen Ausweg mehr hat. Freiheit und Bürgerrechte hat man dann aber schon längst komplett abgegeben. Achso, Arcor übt derweil schon mal das zensieren und sperrt den Zugriff auf Pornoseiten.
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Friday, September 7. 2007mutt und vim mit UTF-8Da ich etwas Probleme hatte mutt und vim in einer UTF-8 Umgebung zum kooperieren zu bewegen, hier eine kurze Anleitung. Genutzt wird das Setup bei mir auf einem Ubuntu Feisty Fawn System. 1. Prüfen ob das Terminal UTF-8 spricht sebastian@lain:~$ locale LANG=en_GB.UTF-8 LC_CTYPE="en_GB.UTF-8" LC_NUMERIC="en_GB.UTF-8" LC_TIME="en_GB.UTF-8" LC_COLLATE="en_GB.UTF-8" LC_MONETARY="en_GB.UTF-8" LC_MESSAGES="en_GB.UTF-8" LC_PAPER="en_GB.UTF-8" LC_NAME="en_GB.UTF-8" LC_ADDRESS="en_GB.UTF-8" LC_TELEPHONE="en_GB.UTF-8" LC_MEASUREMENT="en_GB.UTF-8" LC_IDENTIFICATION="en_GB.UTF-8" LC_ALL= sebastian@lain:~$ Wichtig ist, dass UTF-8 als CTYPE gegeben ist. Auch Umlaute sollte man tippen und dann korrekt angezeigt bekommen. sebastian@lain:~$ echo "äöüß" äöüß sebastian@lain:~$ 2. mutt Hier habe ich mich etwas in dem FAQ-Artikel zu Charsets in der mutt FAQ schlau gemacht. Normalerweise übernimmt mutt seine locale-Einstellungen aus dem Terminal. Wer auf Nummer sicher gehen will kann sie mit diesen Einstellungen in der
set charset="utf-8"
set locale=`echo "${LC_ALL:-${LC_TIME:-${LANG}}}"`
Trotz UTF-8 im Terminal wollen wir beim Verschicken den kleinsten Nenner bei den verwenden Charsets benutzen, also definieren wir das so: set send_charset="us-ascii:iso-8859-15:utf-8" set file_charset="us-ascii:iso-8859-15:utf-8" mutt wird so versuchen den Text je nach vorhandenen Zeichen zu codieren, von us-ascii bis rauf zu UTF-8 falls die Zeichen nicht in ASCII oder ISO-8859-15 codiert werden können. 3. vim Mit vim hatte ich am meisten Probleme. Manchmal hat vim Zeichen doppelt kodiert, nach einem Reply waren die Umlaute im gequoteten Text kaputt, und ganz allgemein hat vim sich nach Kräften geweigert, so zu funktionieren wie es sollte. Auch hier hat mir die Mutt FAQ etwas weitergeholfen. Zuerst habe ich eine Datei source ~/.vimrc set fileencodings= " charset auto-sensing: disabled set fileencoding= " auto-sensed charset of current buffer Damit vim diese Datei benutzt, muss die editor-Einstellung in der set editor="vim -u ~/.vimrc.mutt '+/^$'" Das Das sollte es eigentlich gewesen sein, schreibt euch selbst eine Mail mit Umlauten, diese sollten jetzt korrekt angezeigt werden. Noch ein Hinweis: Wenn vim beim editieren über ein iconv -t utf-8 ~/.signature >~/.signature.utf8 Das ganze dann noch in die set signature="~/.signature.utf8" Das wars dann, eigentlich sollte jetzt alles mit UTF8 funktionieren. Wednesday, September 5. 2007Procurve, Cisco, Spanning TreeVorsicht, Netzwerk-Nerd-Artikel voraus! 1. Das Problem Wir benutzen in unserem LAN MSTP(Wikipedia, Cisco). Nicht weil wir unbedingt multiple Instanzen bräuchten, sondern weil die Switche von Cisco und HP sich darauf einigen können und (eigentlich) kooperieren. Das klappt auch ganz gut, bis auf einen Procurve 2650 Switch welcher aus unbekanntem Grund immer behauptet hatte er selbst wäre seine eigene MSTP-Region und auch gleich die Root-Bridge in dieser Region. Software-Update, Konfigurationsänderungen, alles hat nichts gebracht. Auf den Ciscos kam bei Gi2/12 Desg FWD 20000 128.76 P2p Bound(PVST) Der Port GigabitEthernet2/12 (Uplink des HP Switches) war also ein PVST Boundary Port, dahinter sollte angeblich eine andere Spanning Tree Version laufen. Das lustige daran, selbst wenn man auf dem Procurve Spanning Tree komplett abschaltete, wurde der Port von der Cisco als Boundary Port markiert. (Hier bin ich zwar zum ersten Mal stutzig geworden, kam aber noch nicht auf die richtige Antwort). 2. Suchen nach dem Licht am Ende des Tunnels Ein- und Ausschalten von Spanning Tree auf dem Procurve brachte die Erkenntnis, dass das Spanning Tree dort nach dem Einschalten ein paar Sekunden lang korrekt läuft, dann jedoch plötzlich eine eigene MSTP-Region "eröffnet". Schön hier zu sehen: stp: IST Root changed from 32768:000f20-xxxxxx to 24576:0017e0-xxxxxx stp: IST Root changed from 24576:0017e0-xxxxxx to 32768:000f20-xxxxxx
Die erste Zeile ist gut (IST Root ist der Cisco), die zweite Zeile hat mir Kopfschmerzen bereitet (IST Root ist der HP selbst). Sogar die Priorität der Cisco ist höher! (24576 vs. 32768, je kleiner die Zahl desto höher die Priorität). Trotzdem keine Chance. Da der Procurve genau keine Möglichkeit hat Spanning Tree zu debuggen blieb nur die Cisco übrig.
Ein MST[0]: Gi2/12 mcheck - clearing BOUNDARY flag MST[0]: Gi2/12 PVST simulation - setting BOUNDARY flag Wieder: Die erste Zeile ist gut, das Boundary Flag ist weg. Die zweite Zeile hat mich dann so richtig aus dem Konzept gebracht. Wieso zum Henker setzt der Cisco das Boundary Flag? Spanning Tree auf dem HP war zu dieser Zeit ausgeschaltet. Also was veranlasst den Cisco, so zu reagieren? Ohne Grund würde er das ja (hoffentlich) nicht einstellen. Da sonst nichts ausgegeben wurde musste das Debugging etwas erweitert werden, mittels
STP: MST0 rx BPDU: config protocol = mstp, packet from GigabitEthernet2/12 ,
linktype SSTP , enctype 3, encsize 2
STP: enc 01 00 0C CC CC CD 00 03 5A 2B A0 C1 00 0C AA AA 03 00 00 0C 01 0B
STP: Data 00000080
STP: MST0 Gi2/12:0000 00 80
Auf dem Port kam also ein BPDU vom Typ SSTP an. SSTP ist aber eine Spanning Tree Abart von Cisco selbst. Und mir war bisher nicht bewusst, dass irgendwas in unserem Netz so etwas verschicken würde. Glücklicherweise war noch etwas anderes zu sehen, und zwar die MAC-Adressen. 3. Happy End und Ärger mit Procurve Ein Login auf dem Gerät hat dann bestätigt was ich hier schon vermutete: Es war eine alte Cisco C2900XL, auf welcher Spanning Tree eingeschaltet war. Diese Cisco war irgendwann einmal aufgestellt und dann vergessen worden. Wieso ist mir das nicht gleich eingefallen? Mir war so ein Gedanke schon gekommen, und zwar als ich festgestellt hatte, dass das Boundary-Problem auch auftrat wenn Spanning Tree auf dem HP gar nicht an war. Aber zu dem Zeitpunkt dachte ich mir: Kann ja gar nicht sein, auf allen Nicht-Uplink Ports auf dem HP ist ja Nachdem diese Erkenntnis da war ging die Lösung ganz schnell: Auf dem Uplink-Port der alten Cisco C2900XL ein
Posted by Sebastian
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Tuesday, September 4. 2007Cisco sucht den CIO SuperstarWer dachte Karl Klammer wäre schlimm der kennt Pille Palle noch nicht! Ich weiss nicht was Cisco geritten hat, aber heute morgen kam eine Mail die ich als Spam eingestuft und gelöscht habe. Betreff: "Heute schon gespielt? Werden Sie CIO Superstar!". Nur das der Spam von Cisco kommt und durchaus ernstgemeint ist: www.cisco-sucht-den-cio-superstar.de. Nachdem man mich in eingeweihten Kreisen aufgeklärt hat, dass das kein Spam war, habe ich mir die Seite erstmal angesehen. Oder es versucht... Denn... anscheinend... haben... sie... die... Geschwindigkeit... der... Seite.... ....... an die Geschwindigkeit der Cisco Homepage angepasst. Langsamer geht nicht mehr. Und kaum lädt die Seite kommt der nächste Schock: Pille Palle, ein grenzdebiler BWL-Aussteiger mit Krawatte, sülzt mich voll. Und als ich (noch mit schockgeweiteten Pupillen) den Rest der Seite anschaue fällt mir doch glatt die Cisco-Tasse aus der Hand: Man kann die Weisheiten von Pille Palle auch als Klingelton runterladen! Also entweder Cisco versucht in beispielloser Weise sich selbst auf die Schippe zu nehmen, oder sie haben eindeutig einen Marketing-"Fachmann" zuviel mit der Entwicklung neuer Ideen beauftragt. Übrigends spart man natürlich bei dem Onlinespiel am meisten Geld wenn man Cisco-Produkte kauft. Überraschung!
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