Heute war ich in Garmisch-Partenkirchen um Freunden beim Umziehen zu helfen. Im Klartext: Um 5:30 aufstehen, um 6:00 ins Auto steigen und die 200+ Kilometer nach Garmisch fahren.
Die Fahrt an sich war in Ordnung, jedenfalls bis zum Autobahnende kurz vor Garmisch: Auf meinem Armaturenbrett leuchtet eine orange Lampe auf die ich noch nie zuvor gesehen habe. Das Symbol der Lampe stellt beunruhigenderweise einen Motor mit einem Blitz dar, was mich veranlasst den nächsten Parkplatz aufzusuchen und im Handbuch des Autos (welches 2 Mal in 8 Jahren tatsächlich nützlich ist) nachzuschlagen was dieses Symbol bedeuten soll:
(f) Fehler in der Motorelektronik
Bitte suchen sie so bald wie möglich eine Toyota-Werkstatt auf um das Problem zu beheben.
Aha? Ok, in dem Moment konnte ich nicht viel dagegen tun, ich stand ja noch auf einem Parkplatz auf der Landstraße. Kurzentschlossen fuhr ich erstmal nach Partenkirchen weiter und rief dort den ADAC an. Dieser riet mir zu einer Werkstatt zu fahren, da das Auto ja noch ganz normal laufen würde.
Gesagt, getan. Mit ortskundiger Hilfe die nächste Werkstatt angesteuert. Der Meister dort schaut sich die Sache an. Nach kurzem Blickkontakt mit meinem Auto und der Fehlerbeschreibung schickt er mich zum nächsten Toyotahändler, die könnten evtl. per Computer-Interface(?) nachsehen, welcher Fehler denn da eigentlich genau gemeint sein könnte.
Beim Toyotahänder angekommen die nächste Enttäuschung: Samstags sind natürlich keine Mechaniker da, nur der Chef. Der erklärt sich dankenswerterweise dazu bereit, sich mein Auto mal anzusehen. Er checkt im Motorraum alle Kabel und stellt letztendlich fest, dass mein Motor wohl nicht akut sterbegefährdet ist. Sein Kommentar: Gelbe Warnleuchten sind schon ok, nur die roten sind böse.
Die Logik leuchtet mir sofort ein, wozu gäbe es denn sonst rote Warnleuchten? Ich beschließe, die Leuchte einfach zu ignorieren und hoffe das alles glatt geht bis ich am Montag meine Werkstatt besuchen kann. (Da ich das hier von zuhause aus blogge solle klar sein, dass ich diesmal Glück hatte.)
Also auf zurück zu meinen Freunden, Umzug starten. Mit meinem Toyota Kombi kein Problem, da passt was rein. Alles kein Problem, bis zur Waschmaschine. Diese beschissene verdammte blöde recht unhandliche Waschmaschine stellte sich als echte Herausforderung dar. Nur für die, die es nicht wissen: Waschmaschinen enthalten einen sehr, sehr schweren Stein oder Betonklotz welcher dafür sorgt, dass die Maschinen beim Schleudern nicht davonhüpfen. Ich weiss nicht wie die Leute die diese Dinger normalerweise ausliefern auf Dauer damit klarkommen. So ein Stein sorgt für eine nicht unbedeutene Beharrlichkeit gegenüber Ortsänderungen auf Seiten der Waschmaschine.
Fest steht: Zu Zweit ohne technische Hilfsmittel die Waschmaschine in den 3. Stock bringen? No way! Das Ding ist einfach zu schwer zum tragen, ausser man hat 3 Stunden Zeit. Gottseidank hatte jemand die Idee eine Sackkarre zu organisieren. Damit hat es letztendlich geklappt. Den Adrenalinschub wenn die Maschine mitten auf der Treppe von der Karre rutscht kann ich allerdings nicht empfehlen, auch wenn es sehr wach und aufmerksam macht.
Jedenfalls nach ca. 8 Fahrten nach dem Schema Sperriges Teil aus dem 3. Stock tragen, ins Auto wuchten, fahren, sperriges Teil in den 3. Stock tragen sind wir alle ziemlich erledigt. Inzwischen ist es 18:00 und für mich an der Zeit mit meinem gehandicapten Auto aufzubrechen.
Ich bin wieder gut daheim angekommen, nur beim Anblick von Waschmaschinen oder sperrigen Regalen bekomme ich noch leichte Angstzustände.