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Internetzensur - Was hier falsch läuft

OfflineRechner und Netz

Die letzten Wochen frage ich mich immer öfter was hier falsch läuft. Und langsam dämmert es mir. Unsere Politiker haben Angst. Angst vor Dingen die sie nicht verstehen. Das Internet ist so ein Ding. Angst davor sich vor der Wahl nicht mehr profilieren zu können. Das wäre dann, meiner Meinung nach, Frau von der Leyen. Wenn diese zwei Faktoren zusammentreffen - dann läuft etwas falsch. Leyenhaft ist jetzt schon in manchen Kreisen ein geflügeltes Wort.

Politiker haben größtenteils eins gemeinsam: Sie sind eine Generation die noch ohne Internet aufgewachsen ist. Doch wo viele Menschen - auch im höheren Alter - sich bemühen mit dem Internet klar zu kommen, ja es vielleicht sogar gerne benutzen, da scheinen unsere Politiker eine seltsame Hemmschwelle entwickelt zu haben. Das kommt in den unterschiedlichsten Ausprägungen: Die Einen lassen sich ihr Internet ausdrucken, die Anderen wissen nicht was ein Browser ist. Manche schämen sich sogar einen Computer zu besitzen und beantworten die Frage danach mit einem "Ja, leider ja."

An sich ist so etwas noch kein Beinbruch. Jeder darf seine Meinung haben. Schlimm wird es erst, wenn Menschen ohne Ahnung von einem Thema unbedingt ihre Meinung dazu kundtun wollen. Fatal wird es, wenn diese Menschen in der Politik etwas zu sagen haben. Womit wir wieder bei Frau von der Leyen wären.

November 2008. "Wir schließen die Datenautobahn der Kinderpornographie", lässt die Bundesfamilienministerin verlauten. Nanu, bisher war mir nicht mal klar das Kinderpornographie eine eigene "Datenautobahn" hat. Darüber könnte man noch schmunzeln, wenn da nicht ihre nächsten Sätze wären. Denn man will mitnichten die Seiten oder Server abschalten auf denen Kinderpornographie zur Verfügung gestellt wird, nein, man will den Zugang dazu sperren. Das ist der Zeitpunkt wo Internet-Experten (Leute die das Internet am laufen halten, nicht Peter Huth) die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Gleichzeitig erwähnt die Frau Ministerin, dass sie den "lukrativen Markt" mit Kinderpornographie im Internet zerstören will. Ein Markt, für welchen Experten bis heute keine Beweise sehen. Im Gegenteil, diese Experten sind der Meinung, dass sich der Markt hauptsächlich als Tauschmarkt abwickelt. Und zwar nicht auf offenen Webseiten sondern in geschlossenen Kreisen. Denn leider sind diese Leute nicht so dumm wie unsere Politiker sich das offenbar vorstellen.

Seit diesem Zeitpunkt ist die Frau nicht mehr zu stoppen. In einem Feldzug der sich durch unglaubliche Rhetorik gemischt mit Totschlag-Argumenten hervortut versucht sie die deutschen Internetprovider auf ihre Seite zu zwingen. Da wird auf Treffen mit den Providern schon mal harte Kinderpornographie gezeigt um zu suggerieren: Wenn ihr nicht auf unserer Seite seid, unterstützt ihr diese Dinge. Was sie von den Providern will? Sie sollen Seiten auf einer Sperrliste im DNS sperren und auf eine "Stop-Seite" umleiten. Diese Liste soll vom BKA kommen und ist geheim. Es kann also von Otto-Normalverbraucher nicht geprüft werden, was auf dieser Liste steht. Somit sind wir davon abhängig, dass das BKA wirklich nur böse Seiten auf die Liste setzt, denn nachprüfen kann man das nicht.

Wer jetzt übrigens denkt Kinderpornographie sei ja ein Zweck der die Mittel heiligt, der denkt nicht weit genug. Denn was gemacht wird ist ganz einfach: Es wird deutschlandweit eine Infrastruktur aufgebaut, die es erlaubt beliebige Webseiten zu sperren. Die einzige Kontrolle darüber hat das BKA, und wie gut unsere Exekutive bei solchen Dingen funktioniert hat man ja bereits bei der berüchtigten "Aktion Himmel" gesehen. Von 12.000 Anklagen ist nichts übrig geblieben. Erinnert sich noch jemand an die Mautbrücken? Wo zuerst kategorisch ausgeschlossen wurde, die gelesenen Kennzeichen zu irgendetwas anderem außer Mautabrechnung aufzuzeichnen? Ein paar Wochen danach wurden Stimmen laut, jetzt wo man die Möglichkeit hätte könnte man nicht riskieren, die Daten NICHT zur Strafverfolgung zu benutzen. Genauso garantiert hier niemand, dass es bei Kinderpornographie bleibt. Frau von der Leyen gibt selbst zu, dass sie natürlich keine Garantie übernehmen kann, was zukünftige Regierungen mit der Sperrliste machen. Es gibt schon erste Forderungen danach, ausländische Glücksspielseiten, Seiten mit Urheberrechtsverletzungen und Ähnliches zu sperren. Das wäre erst der Anfang. Wenn eine solche universelle Möglichkeit erst einmal existiert wird sie schneller missbraucht werden als man eine URL in die Adressleiste tippen kann.

Das hätte alles ganz furchtbar toll laufen können mit den Plänen der Bundesfamilienministerin. Hätten da nicht ein paar unverbesserliche Störer unter den Providern angemerkt, dass man ohne gesetzliche Grundlage nicht einfach so das Grundgesetz Artikel 5 einschränken darf. Das passte jetzt so gar nicht in den Plan. Für diese Abweichler musste man wohl oder übel irgendein Gesetz anpassen oder ein neues Gesetz schaffen. Trotz anhaltender Beschwerden und Hinweisen von Datenschützern und Internet-Experten zog man also schnell einen Entwurf aus der Tasche nachdem das Eckpunktepapier ein Reinfall war. Und damit nicht genug, laut der Ministerin haben 80% der deutschen Provider die freiwillige (d.h. ohne gesetzlicher Grundlage) Verpflichtung zum Aufbau solch einer Infrastruktur abgegeben. Nur lustig, dass einige Provider diese Aussage vehement abstreiten, und zwar eindeutig: "Die Aussagen von der Leyens stimmen nicht". Da drängt sich einem die Vermutung geradezu auf, dass die Dame nur blinden Aktionismus haben will. Sie hört weder auf die Expertenrunden im Bundestag, noch auf die Experten bei den Providern. Ist das jetzt Wahlkampf, Unwissenheit, egozentrisch oder die Unfähigkeit Fehler einzugestehen?

Andere Länder haben bereits eine Sperrliste. Und das Traurige daran? Sie bewirkt genau das Falsche. Die Sperrung bewirkt, dass Bürger die sowieso nicht auf die Seiten gesurft wären auch nicht dorthin kämen. Die eigentliche Zielgruppe ist technisch versiert genug die Sperren zu umgehen. Das wirklich Perverse ist allerdings: Ein Großteil der Kinderpornographie liegt auf Servern die in Ländern stehen welche harte Gesetze gegen Kinderpornographie haben. Unter anderem Deutschland. Traurigerweise wurde anscheinend bei keiner der Seiten auf der Sperrliste versucht mit dem Provider in Kontakt zu treten um die Seiten abschalten zu lassen. Der FITUG hat dazu und zu den Sperren allgemein eine gute Pressemitteilung herausgegeben. Lieber durchsucht man die Wohnung von Leuten die auf ein Blog verlinken das wiederum auf eine der Sperrlisten bei Wikileaks verlinkt.

In dem Zusammenhang noch: Wikileaks veröffentlicht Dokumente die normalerweise nicht für die Öffentlichkeit bestimmt sind. Unter anderen eben auch die Zensurlisten aus anderen Ländern. Dabei gab es gestern eine Hausdurchsuchung beim deutschen Inhaber der Domain wikileaks.de. Das Ganze war und ist reichlich sinnlos, da die deutsche Wikileaks Seite nur auf die Originalseite weiterleitet und selbst keinen Inhalt enthält. Was mal wieder zeigt, dass bei unserem Staat kein Know-How in Sachen Internet vorhanden ist.

So, ich musste mir das Ganze mal von der Seele schreiben. Das was hier passiert hat nur ein Wort verdient: Zensur. Und so abgedroschen es klingt: Wehret den Anfängen! Andere Leute die besser formulieren können als ich haben sich auch Gedanken dazu gemacht und ich würde meine Leser bitten auch diesen Leuten einmal zuzuhören:

Nürnberg und Twitter

OfflineRechner und Netz

Hallo liebe Leser, lang nichts mehr gehört. :-) Ich bin inzwischen umgezogen und residiere jetzt im schönen Nürnberg. Gleichzeitig hab ich meinen Job gewechselt und arbeite jetzt bei den Franken. Bis jetzt macht es eine Menge Spaß, ich lerne eine Menge und hab den Kollegen immerhin schon ein oder zwei Mal helfen können. ;-) Jetzt wo die Aufregung der ersten Tage rum ist lernt man die Leute langsam auch etwas besser kennen.

Von Nürnberg habe ich noch nicht allzu viel gesehen, ich weiß woher ich Essen und Trinken bekomme, kenne den Weg zu IKEA und anderen Möbelhäusern und weiß welche Tram oder U-Bahn ich nehmen muss um in die Innenstadt zu kommen. Seit heute habe ich auch Stühle, d.h. man kann mich jetzt auch besuchen UND sich hinsetzen!

Momentan finde ich leider irgendwie nicht die Ruhe und Ausdauer um viel zu bloggen, deswegen wollte ich mal ein anderes Experiment starten und nebenbei etwas twittern. Wen es interessiert, hier geht es zum meinem Twitter-Account. Ich weiß nicht ob ich das durchhalte oder wie interessant es da wird, aber es geht schneller als Bloggen und ich hoffe ein paar spontane Gedanken damit festzuhalten. Rechts in der Seitenleiste seht ihr jeweils die letzten fünf "Tweets" (glaube ich).

So finster die Nacht - Let the right one in

Kino und TV

Ich hatte vor fast einem Jahr schon mal über "So finster die Nacht"(IMDB) bzw. "Let the right one in" geschrieben. Jetzt ist es endlich soweit, der Film ist gestern am 23.12. in Deutschland in ein paar Kinos angelaufen. Glücklicherweise hat ihn ein kleines Altstadtkino in Regensburg im Programm und so kam ich gestern Abend in den Genuss diesen Film zu sehen.

Irgendjemand meinte, der Film fühlt sich so an als hätte Stephen King sich entschlossen eine Astrid Lindgren Geschichte zu schreiben. Da ist was Wahres dran, allerdings wurde in diesem Fall das gleichnamige Buch von John Ajvide Lindqvist verfilmt. Und wie es verfilmt wurde! Der Film schafft es ohne Mühe in meine Top 10. Auch bei IMDB ist er bereits in den Top 250.

Oskar lebt allein mit seiner Mutter. Er ist ein schwacher, ängstlicher Junger der regelmäßig von seinen Klassenkameraden gemobbt wird. Er hat keine Freunde und vertreibt sich die Zeit mit einem morbiden Hobby und den Rachefantasien an seinen Klassenkameraden.

Das ändert sich, als Eli mit ihrem "Vater" neben ihm einzieht. Eli ist 12 Jahre alt und seltsam. Sie riecht komisch, kommt nur Nachts raus und braucht selbst im eisigen Winter keine Winterbekleidung. Als dann plötzlich Leute in seiner Nachbarschaft verschwinden oder ermordet werden merkt Oskar langsam, das hinter Eli mehr steckt als er zuerst gedacht hat. Gleichzeitig versucht Eli ihn dazu zu bringen sich gegen seine Peiniger in der Schule durchzusetzen, was er dann auch sehr brutal tut.

Oskar hat Angst vor dem was Eli ist, trotzdem fühlt er sich von ihr angezogen und die beiden werden Freunde und eventuell sogar noch ein wenig mehr. Gleichzeitig scheint Eli nicht von Oskar loszukommen, sie verbringt immer mehr Zeit mit ihm. Ob das gut für Oskar (oder für Eli) ist, ist die Frage.

Der Film ist sehr ruhig erzählt, ohne schnelle Action-Szenen oder ähnliches. Das macht die Szenen in denen Eli ihr wahres Ich zeigt noch effektiver, denn dort geht es durchaus gewalttätig und blutig zu. Das Ganze endet in einem grandios inszenierten Finale (Ich sage nur Schwimmbad). Nebenbei hat Eli mehr als ein Geheimnis, was im Film nur kurz und schockierend angedeutet (man muss aufpassen das man die kurze Szene nicht verpasst und richtig interpretiert), im Buch jedoch genauer erklärt wird.

Schade, dass der Film nur in sehr wenigen Kinos hier bei uns zu sehen ist, ich würde ihm viel mehr Aufmerksamkeit wünschen. Wenn er bei euch irgendwo in der Nähe läuft kann ich nur dringend empfehlen hinzugehen!

Krnk

Offline

Nein, Krnk ist kein Schreibfehler. Das ist das Geräusch, welches eine abbrechende Edelstahlschraube macht. Aber dazu später mehr.

Einige die mich privat kennen wissen es vielleicht: Ich ziehe um. Nach Nürnberg. Man könnte sogar sagen ich bin mittendrin.

Heute Morgen, ca. 8 Uhr. Ein seltsames Geräusch erklingt. Ich liege noch im Halbschlaf und kann das neue Geräusch zuerst nicht einordnen. Als mir klar wird, dass das meine neue Türklingel ist reißt es mich aus dem Bett. Etwa 1,34 Sekunden später reißt es mich wieder und zwar zu Boden. Erste Feststellung des Tages: Mit nackten Fußsohlen rutscht man auf dem Boden der neuen Wohnung viel leichter als gedacht.

Mit leicht verzerrtem Gesicht öffne ich die Tür. Mein Gesichtsausdruck wechselt daraufhin von leicht verzerrt auf extrem verwundert. Denn vor meiner Tür steht kein Mensch, vor meiner Tür steht eine Waschmaschine.

Einen Besuch der versteckten Kamera schließe ich aus. (Vor allem weil ich nicht glauben will, dass die ihre Daten direkt vom Einwohnermeldeamt bekommen.) Ich beginne hektisch zu überlegen ob ich gestern bei Amazon versehentlich auf den "Kunden, die diesen Artikel gekauft haben kauften auch.." Link geklickt habe und zu meinem Toaster jetzt eine Waschmaschine geliefert wird.

Bevor ich meinen Kopf noch weiter anstrenge versuche ich es erst einmal mit Kommunikation. Ich strecke meinen Kopf weiter aus der Tür und sage leise: "Hallo?". Daraufhin wird rechts von mir die Tür aufgerissen und mein Nachbar schaut mich an. Ich nehme jedenfalls an das er mein Nachbar ist, denn wir sind uns bisher nicht begegnet. Er mustert meine barfüßige Gestalt und fragt: "Oh, haben die bei ihnen auch geklingelt?"

Als ich das nach kurzer Bedenkzeit bejahe entschuldigt er sich vielmals. Kein Problem für mich, er ist anscheinend ein netter Kerl und ich wollte sowieso bald aufstehen. Ich schließe die Tür und betrauere noch ein wenig den Verlust meiner fast sicher geglaubten Waschmaschine.

Schnell die Brötchen in den Ofen und nebenbei alle Unterlagen zusammengesucht die ich benötige um mein Auto nach Nürnberg umzumelden. Vorteil für mich: Ein etwas geringerer Preis für die KFZ-Versicherung, da die Leute in Nürnberg anscheinend vernünftiger fahren als die Leute in Schwandorf.

Gestern bei der Fahrt zur Wohnung habe ich Schilder gesehen die auf die KFZ-Zulassungsstelle hinweisen. Ich beglückwünsche mich innerlich zu dieser Gedächtnisleistung so früh am Morgen und suche trotzdem sicherheitshalber die Adresse raus, fürs Navi. Kurz alles eingepackt und auf zur Zulassungsstelle!

Zuerst denke ich, ich wäre dem Navi auf den Leim gegangen, aber nein! Hinter der Gärtnerei kommt auf einmal ein flaches Gebäude in Sicht. Die Zulassungsstelle. Also schnell geparkt und die Kennzeichen abmontiert. Aber von wegen schnell. Okay, das Parken vielleicht, aber das Abmontieren erweist sich als Akt der Unmöglichkeit. Die Halterungen der Kennzeichen verfügen über keinen wie auch immer gearteten Öffnungsmechanismus. Das Kennzeichen steckt in allen vier Ecken in einer Lasche, oben und unten in der Mitte der Halterung befinden sich ebenfalls vorstehende Plastikteile, welche das Kennzeichen an seiner Stelle halten.

Ich stehe vor dem Kennzeichen und warte auf einen Geistesblitz. Als keiner eintritt greife ich auf grobe Gewalt zurück, vor allem als ich bemerke das eine der Laschen an der Halterung sowieso schon (wohl beim Anbringen der alten Kennzeichen) Schäden davongetragen hat. Vielleicht sind das ja einfach Einweg-Kennzeichenhalterungen? Ich schiebe einen Schlüssel in die Ritze zwischen Kennzeichen und Halterung und beweise erneut das Hebelgesetz. Das Hebelgesetz beweist mir im Gegenzug, dass es lieber den Schlüssel verbiegt als das Plastik der Halterung. Etwas perplex bewundere ich meinen neuen 90°-Schlüssel, bekomme neuen Respekt vor dem Begriff Hartplastik und greife mir einen etwas hochwertigeren Hebel. Mit diesem gelingt es mir dann doch noch, unter teilweiser Zerstörung der Halterungen, die Kennzeichen zu entfernen. Gleichzeitig habe ich den Kennzeichen einen modernen Wellen-Look verpasst, aber Blech ist da zum Glück nicht nachtragend.

Das Beantragen der neuen Kennzeichen ist eigentlich kein Problem. Die Dame ist dankbar, dass ich den eigentlich schon ungültig gemachten alten Fahrzeugbrief dabeihabe, denn "Die ham ja in den neuen Brief nur die Hälfte reingeschrieben!". Nimm das, Landkreisamt Schwandorf! Danach soll ich mir neue Kennzeichen prägen lassen. Ich trete vor das Gebäude und sehe an der Rückseite der Gärtnerei ca. 5-6 Kennzeichen-Druck-Läden. Kurz zögernd lasse mich dann von niederen Instinkten leiten und gehe auf die Wellblechbude mit dem größten Neon-Anteil in der Werbeaufschrift zu. Zwei mal Eurokennzeichen, macht 24€. Das Ummelden an sich mit Wunschkennzeichen macht übrigens knapp über 40€! Neue Feinstaubplakette nochmal 5€ extra.

Ich komme mit den neuen Kennzeichen zurück zum Auto und montiere sie. Das geht übrigens seltsamerweise viel einfacher, jetzt wo die Halterungen halb zerstört sind. Also entschließe ich mich, bei einem AutoTeile Händler der auf den Namen Unger hört neue Halterungen zu kaufen. Schließlich will ich in zwei Wochen nicht schon wieder neue Kennzeichen drucken lassen. Also kurz hingefahren, gekauft (8€) und beschlossen dank passendem Werkzeug die Halterungen direkt dort auf dem Parkplatz zu montieren. Ich drücke leicht gegen die alte Halterung und das Kennzeichen fällt mir quasi entgegen. Okay, deutliches Zeichen dafür, dass neue Halterungen nötig sind. Die Schrauben sind arg verrostet, aber sehen so aus als könnte man sie durchaus noch abschrauben. Ich setze also mein Werkzeug an und übe etwas Drehmoment auf die Schraube aus. Und noch etwas mehr, schließlich ist sie ja verrostet...

KRNK

Kennt ihr so Momente? Die Momente wo man an nichts Böses denkt und mittendrin kommt der für Karma zuständige Gott vorbei und ist der Meinung ihr hattet zu viel gutes Karma in letzter Zeit? So ein richtiger "Oh Fuck!" Moment? So ungefähr ging es mir als ich den Kopf der Schraube in der Hand hatte und leicht geschockt auf den in meiner Karosserie steckenden Rest der Schraube blickte. Auch intensives Wunschdenken lies den Schraubenkopf nicht wieder an die alte Stelle zurückkehren. Fakt ist, er steckt zur Zeit immer noch in meinem Werkzeug. Bitte sehr:

Kurze Ratlosigkeit, gefolgt von der plötzlichen Erkenntnis, dass man das ja so nicht lassen könne. (Das vordere Kennzeichen habe ich erst gar nicht mehr angefasst.) Also was nun? Ich entschließe mich, den Toyota-Händler meines zukünftigen Vertrauens (aus dem Grund, weil er gleich in der Nähe der Wohnung liegt) aufzusuchen. Also das Kennzeichen und die Halterung mit Duct Tape fixiert und auf zum Toyota-Händler.

Ein recht großes Autohaus, aber mich empfängt zufällig der Senior-Chef persönlich. Er wirft sich gleich die Jacke über und sieht sich die Sache an. Kurzer Blick dann: "Ja, das müssen wir dann wohl rausbohren." Ich schalte in den Dummy-Modus und stimme einfach mal zu. Was besseres fällt mir sowieso nicht ein. Klar das ich gerade zur Mittagszeit komme, aber der Chef treibt einen seiner Mechaniker auf und bittet ihn, doch "schnell mal" die Schraube da rauszubohren. Mein Optimismus steigt, nicht zuletzt weil "schnell mal" eventuell keine allzu hohe Rechnung bedeutet.

Der Chef spendiert gleich neue Kennzeichenhalterungen (an die von ATU denke ich in diesem Moment gar nicht) und beginnt gleich das vordere Kennzeichen abzuschrauben. Jetzt lerne ich zwei wichtige Details meines Toyota Avensis kennen:

  1. Die vordere Kennzeichenhalterung ist mit kurzen Schrauben an Einsätzen montiert, nicht direkt an der Karosserie. Es ist kein Problem diese abzunehmen.
  2. Nachdem ich hinter dem Auto mehrmals ein "DAS DARF DOCH NICHT WAHR SEIN" höre wird mir gezeigt, dass das hintere Kennzeichen mit 4cm langen Edelstahlschrauben DURCH DIE KAROSSERIE befestigt ist! Der Mechaniker nimmt einen Teil der Innenverkleidung ab und zeigt mir das Ende der Schraube das dort Plan mit der Innenseite der Karosserie abschließt.

Der Mechaniker greift nun tief in die Trickkiste. Er zaubert einen Spezialbohrer und eine Spezialpaste für den Bohrer herbei die er von seinem Bruder erhalten hat welcher in der Luftfahrtindustrie arbeitet. Beeindruckt sehe ich zu wie er damit dem traurigen Schraubenrest und meiner Karosserie zu Leibe rückt.

Nur ca. 15 Minuten später hat die Schraube aufgegeben und sich herausbohren lassen. In kleinen Fetzen. Jetzt dreht mir der Mechaniker noch ein neues Gewinde in die Karosserie. Ich kann mein Glück kaum fassen als er mir zeigt, dass eine neue Schraube sich ohne Probleme in das Gewinde drehen lässt. Ich handle mit dem Chef noch einen sehr humanen Preis aus (immerhin war der Mechaniker insgesamt fast 30 Minuten beschäftigt) und darf dann wieder fahren. Und das Tollste daran: Die neuen Halterungen haben einen Öffnungsmechanismus.

Alles in Allem ein aufregender Tag bei der Zulassungsstelle. Jetzt muss ich nur noch rauskriegen wieso Toyota die Kennzeichenhalterungen hinten so befestigt als würde man annehmen ich würde einen Anhänger an das Kennzeichen hängen.

Update:
Wer weiss, wie man möglichst einfach Feinstaubplaketten von der Windschutzscheibe bekommt? Bitte melden!

CD von Rocco Granata gesucht

Offline

Eine Freundin von mir sucht ein bestimmtes Lied von Rocco Granata, genauer gesagt die CD davon. Es geht um das Lied "Sarah". Das ist als Single "Sarah" erschienen oder im Album "Hitbox". Gesucht wird also entweder die Single oder das Album als CD-Fassung. Wenn irgendjemand weiß wo man die CD her bekommt wäre es toll wenn derjenige sich meldet.

Update:
Gefunden bei BOL.de

IKEA-Muskeln

Offline

Ich habe den Verdacht jeder Mensch hat IKEA-Muskeln. Das sind die Muskeln die weh tun nachdem man ein paar Tage hintereinander IKEA-Möbel kauft, schleppt und aufbaut.

Au, au, au.

Rocky Horror Science Fiction Double Punk Rock Feature

Offline

Zu meinem Entsetzen ist ja ein Remake von Rocky Horror (durch MTV!) geplant. Holy Dr. Scott! Was mich dagegen äußerst begeistert ist die Coverversion von "Science Fiction Double Feature" durch Joan Jett (verlinkt von io9 hier). Unbedingt reinhören wenn ihr das Original mögt! Leider scheint die entsprechende CD "Naked" nur in Japan veröffentlicht worden zu sein. :-( Nicht mal im offiziellen Shop der Band kann man sie beziehen. Schade schade.

Wenn eine langjährige Beziehung zerbricht

Offline

[Update] Neues aus der Beziehungskrise! Sie hat mir auf die Mailbox gesprochen. Gemeint ist die deutsche Telekom, inkarniert durch eine nette Dame. Sie hatte ein Einsehen mit mir und will mir mein Geld wieder zurückgeben. Beziehungskrise damit erstmal abgewendet. Trotzdem schade das es dafür erst einen bösen Brief gebraucht hat.[/Update]

Es lief so lange gut. Wir mochten uns, manchmal mehr manchmal weniger. Doch dann sagst du wieder Sachen die mich zum Nachdenken bringen. Nachdenken darüber, ob ich dich nicht doch vor die Tür setzen sollte. Ich rede von dir, Deutsche Telekom!

Ich weiß, du machst eine harte Zeit durch. Vorn und hinten werden dir Kundendaten geklaut, du bespitzelst illegal alle möglichen Leute. Das alles betrachte ich mit Sorge! Aber trotzdem warst du mir immer ein treuer Begleiter und da ist man schon mal nachsichtig. Vielleicht ist es auch schon frühzeitiger Altersstarrsinn.

Wenn du jedoch meinst du müsstest mir eine Rechnung schreiben für einen Ausfall der von dir ausging und den du erst nach vier Tagen wieder hingekriegt hast, dann glaube ich wir sollten in Zukunft getrennte Wege gehen. Wenn ich dir dann schriftlich nahelege doch nochmal darüber nachzudenken und in dich zu gehen, du mir dann aber nur mit einem kalten "die Ursache lag nicht in unserem Verantwortungsbereich" antwortest, dann glaube ich unser langer gemeinsamer Weg nähert sich seinem Ende.

Der Vollständigkeit halber hier mein letzter Versuch unsere Beziehung noch zu retten:

Erneuter Widerspruch gegen Rechnung vom 06. Oktober 2008 – Punkt 8

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit widerspreche ich erneut dem Punkt 8 ihrer Rechnung vom 06. Oktober, genauer dem Posten Nr. 8 für 25,77 EUR.

Sie haben mir geantwortet, dass die Störung am 17. September 2008 nicht in ihrem Verantwortungsbereich lag und deswegen eine „Prüfpauschale“ anfällt. Dies kann ich so nicht hinnehmen.

Hier jetzt der komplette Ablauf aus meiner Sicht:

Am 16.09.2008 um 20:19 Uhr meldete ich ihnen eine Störung (Online-Störungsnummer xxx). Daraufhin wurde mir mitgeteilt, dass eine Massenstörung vorliegen würde, die noch bis zum 17. September um 15 Uhr dauern würde. Als am 17.09.2008 um 22:11 Uhr immer noch keine Einwahl möglich war habe ich erneut eine Störung gemeldet (Online-Störungsnummer xxx). Am nächsten Tag (18.09.) rief mich ein Techniker an und meinte, dass er momentan keine Störung feststellen könne (vermutlich kam daher die „Prüfpauschale“). Allerdings hatte ich diesem Techniker schon mitgeteilt, dass die Störung nur sporadisch auftrat! Ich konnte zwischendurch immer wieder kurz online gehen, allerdings war dann wieder stundenlang keine Einwahl möglich. Der Techniker meinte daraufhin ich solle mich dann wieder melden wenn die Störung erneut auftritt, da er so nichts machen könne.

Am 18.09.2008 um 20:39 Uhr (Online-Störungsnummer xxx) meldete ich erneut eine Störung, da wieder keine Einwahl möglich war. Man versprach mir schnelle Hilfe. Am 19.09. schließlich meldete sich ein Techniker der meinte er hätte mich „auf einen anderen Port gesteckt“, da anscheinend mein bisheriger Port in der Vermittlungsstelle fehlerhaft sei. Allerdings war weiterhin keine Einwahl möglich.

Ich habe am 19.09. den ganzen Tag des öfteren mit ihrer Hotline telefoniert und versucht herauszubekommen wieso immer noch keine Einwahl möglich ist. Mir wurde mitgeteilt, dass das Umstecken auf einen andere Port bei ihnen erst in der Datenbank geändert werden müsse. Es vielen die Worte, meine Umstellung sei in der „Warteschlange“ und müsste noch in den „E-Server“ (oder so ähnlich) eingetragen werden. Dies würde auf jeden Fall heute noch geschehen. Es würde noch ein „Crossconnect“ fehlen.

Als am 19.09.2008 um 19:16 Uhr (Online-Störungsnummer xxx) immer noch keine Einwahl möglich war habe ich erneut die Störung gemeldet. Man teilte mir mit es würde wohl heute nichts mehr werden, ich wurde erneut auf den nächsten Tag (Samstag) vertröstet.

Am Samstag, den 20.09.2008, über vier Tage nachdem die Störung das erste Mal auftrat(!), meldet sich endlich ein Spezialist von ihnen bei mir der wörtlich sagte, dass bei ihnen etwas falsch konfiguriert war und er das jetzt richtig eingestellt hätte(!). Kurz darauf war wieder eine Einwahl per T-DSL möglich und seitdem traten keine Probleme mehr auf.

Ich hoffe sie können jetzt nachvollziehen, wieso ich gelinde gesagt stinksauer bin, das sie mir für eine Entstörung die vier Tage gedauert hat auch noch 25,77 EUR in Rechnung stellen und einfach, man möchte fast sagen frech, behaupten die Störung am 17.09. läge, Zitat: „nicht in unserem Verantwortungsbereich“. Die Störungen am 16.09., 18.09., 19.09. und 20.09. anscheinend schon!

Ich bitte sie nochmal darum mir das Geld gutzuschreiben da ich mich ansonsten bei einem bald anstehenden Umzug vermutlich für einen anderen Anbieter entscheiden werde.

Dr. Horrible's Sing-Along Blog

Kino und TVRechner und Netz

Einfach klasse! :-D Böser Doktor versucht in die Liga der Bösen aufgenommen zu werden und gleichzeitig ist er verliebt in ein Mädchen das er im Waschsalon trifft.

http://www.drhorrible.com/

Wenn ihr euch fragt wieso der Typ euch bekannt vorkommt, das ist Neil Patrick Harris, der hat unter anderem Doogie Howser gespielt und Col. Carl Jenkins in Starship Troopers.