DVB-T - Das Überallfernsehen1. Als stolzer Besitzer eines AVerTV DVB-T Volar von Avermedia liege ich quasi voll im Trend und kann auch hier in Regensburg die volle Vielfalt der öffentlich-rechtlichen Sender (lies: 12 Programme) empfangen. Überall!1
Aber bevor man zum Überallfernseher1 mutiert sind noch einige Hürden zu nehmen. Unter Linux steht eine Vielzahl von Programmen zur Verfügung. Man hat quasi die Qual der Wahl. Aber bevor man diese benutzen kann fehlt noch etwas wesentliches: Die Kanalliste. Damit sind nicht die Fernsehkanäle gemeint sondern die DVB-T Sendekanäle. Informationen zu den Sendekanälen findet man auf der bayrischen DVB-T Seite. Dort findet man dann zum Beispiel eine Liste in der steht, dass der Sender in Regensburg, welcher auf den schönen Namen "Hohe Linie" hört, die Kanäle 7, 28 und 53 verwendet.
Das hilft jetzt so direkt noch nicht weiter. Programme wie MPlayer erwarten eine channel.conf Datei mit den einzelnen DVB-T Programmen. Um dorthin zu gelangen brauchen wir erst einmal die genauen Frequenzen der Kanäle und müssen dort dann die Programme suchen. Die Frequenzen ergeben sich aus den Kanälen. Wenn man unter Ubuntu die dvb-utils installiert, sind dort unter /usr/share/doc/dvb-utils/examples/scan/dvb-t bereits die entsprechenden Listen installiert. Leider fehlt dort Regensburg als Standort. Man muss also die Liste erzeugen. Da hilft z.B. das dvbt-scanaid Tool(lokal). Das Tool erzeugt die entsprechende Liste. Hier könnt ihr sie direkt runterladen: de-Regensburg.
Diese Liste kann man nun verwenden um die Programmliste (channels.conf) zu erzeugen. Diese wird z.B. von MPlayer verwendet. Dafür benutzt man das scan Tool aus dem dvb-utils Paket:
scan de-Regensburg >channels.conf
Das funktioniert natürlich nur wenn der DVB-Empfänger angeschlossen und funktionsbereit ist. Im Idealfall sollte man jetzt eine channels.conf haben in der 12 Programme aufgelistet sind. Die kann man dann z.B. für mplayer einfach ins Verzeichnis ~/.mplayer/ kopieren.
Der "kaffeine" Player spielt auch DVB-T ab, kann aber leider mit der channel.conf nicht viel anfangen. Dort kopiert man das de-Regensburg File einfach nach ~/.kde/share/apps/kaffeine/dvb-t und startet den Scan aus dem Programm heraus (Vorher nicht vergessen de-Regensburg in den Settings einzustellen).
So, das wäre erledigt, jetzt muss ich nur noch herausfinden wieso die Sender in MPlayer ruckeln und in Kaffeine nicht.
1) "Überall" ist nicht mit überall gleichzusetzen, vor allem nicht in Innenräumen.