Entries tagged as internet
Wednesday, March 25. 2009
Die letzten Wochen frage ich mich immer öfter was hier falsch läuft. Und langsam dämmert es mir. Unsere Politiker haben Angst. Angst vor Dingen die sie nicht verstehen. Das Internet ist so ein Ding. Angst davor sich vor der Wahl nicht mehr profilieren zu können. Das wäre dann, meiner Meinung nach, Frau von der Leyen. Wenn diese zwei Faktoren zusammentreffen - dann läuft etwas falsch. Leyenhaft ist jetzt schon in manchen Kreisen ein geflügeltes Wort.
Politiker haben größtenteils eins gemeinsam: Sie sind eine Generation die noch ohne Internet aufgewachsen ist. Doch wo viele Menschen - auch im höheren Alter - sich bemühen mit dem Internet klar zu kommen, ja es vielleicht sogar gerne benutzen, da scheinen unsere Politiker eine seltsame Hemmschwelle entwickelt zu haben. Das kommt in den unterschiedlichsten Ausprägungen: Die Einen lassen sich ihr Internet ausdrucken, die Anderen wissen nicht was ein Browser ist. Manche schämen sich sogar einen Computer zu besitzen und beantworten die Frage danach mit einem "Ja, leider ja."
An sich ist so etwas noch kein Beinbruch. Jeder darf seine Meinung haben. Schlimm wird es erst, wenn Menschen ohne Ahnung von einem Thema unbedingt ihre Meinung dazu kundtun wollen. Fatal wird es, wenn diese Menschen in der Politik etwas zu sagen haben. Womit wir wieder bei Frau von der Leyen wären.
November 2008. "Wir schließen die Datenautobahn der Kinderpornographie", lässt die Bundesfamilienministerin verlauten. Nanu, bisher war mir nicht mal klar das Kinderpornographie eine eigene "Datenautobahn" hat. Darüber könnte man noch schmunzeln, wenn da nicht ihre nächsten Sätze wären. Denn man will mitnichten die Seiten oder Server abschalten auf denen Kinderpornographie zur Verfügung gestellt wird, nein, man will den Zugang dazu sperren. Das ist der Zeitpunkt wo Internet-Experten (Leute die das Internet am laufen halten, nicht Peter Huth) die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Gleichzeitig erwähnt die Frau Ministerin, dass sie den "lukrativen Markt" mit Kinderpornographie im Internet zerstören will. Ein Markt, für welchen Experten bis heute keine Beweise sehen. Im Gegenteil, diese Experten sind der Meinung, dass sich der Markt hauptsächlich als Tauschmarkt abwickelt. Und zwar nicht auf offenen Webseiten sondern in geschlossenen Kreisen. Denn leider sind diese Leute nicht so dumm wie unsere Politiker sich das offenbar vorstellen.
Seit diesem Zeitpunkt ist die Frau nicht mehr zu stoppen. In einem Feldzug der sich durch unglaubliche Rhetorik gemischt mit Totschlag-Argumenten hervortut versucht sie die deutschen Internetprovider auf ihre Seite zu zwingen. Da wird auf Treffen mit den Providern schon mal harte Kinderpornographie gezeigt um zu suggerieren: Wenn ihr nicht auf unserer Seite seid, unterstützt ihr diese Dinge. Was sie von den Providern will? Sie sollen Seiten auf einer Sperrliste im DNS sperren und auf eine "Stop-Seite" umleiten. Diese Liste soll vom BKA kommen und ist geheim. Es kann also von Otto-Normalverbraucher nicht geprüft werden, was auf dieser Liste steht. Somit sind wir davon abhängig, dass das BKA wirklich nur böse Seiten auf die Liste setzt, denn nachprüfen kann man das nicht.
Wer jetzt übrigens denkt Kinderpornographie sei ja ein Zweck der die Mittel heiligt, der denkt nicht weit genug. Denn was gemacht wird ist ganz einfach: Es wird deutschlandweit eine Infrastruktur aufgebaut, die es erlaubt beliebige Webseiten zu sperren. Die einzige Kontrolle darüber hat das BKA, und wie gut unsere Exekutive bei solchen Dingen funktioniert hat man ja bereits bei der berüchtigten "Aktion Himmel" gesehen. Von 12.000 Anklagen ist nichts übrig geblieben. Erinnert sich noch jemand an die Mautbrücken? Wo zuerst kategorisch ausgeschlossen wurde, die gelesenen Kennzeichen zu irgendetwas anderem außer Mautabrechnung aufzuzeichnen? Ein paar Wochen danach wurden Stimmen laut, jetzt wo man die Möglichkeit hätte könnte man nicht riskieren, die Daten NICHT zur Strafverfolgung zu benutzen. Genauso garantiert hier niemand, dass es bei Kinderpornographie bleibt. Frau von der Leyen gibt selbst zu, dass sie natürlich keine Garantie übernehmen kann, was zukünftige Regierungen mit der Sperrliste machen. Es gibt schon erste Forderungen danach, ausländische Glücksspielseiten, Seiten mit Urheberrechtsverletzungen und Ähnliches zu sperren. Das wäre erst der Anfang. Wenn eine solche universelle Möglichkeit erst einmal existiert wird sie schneller missbraucht werden als man eine URL in die Adressleiste tippen kann.
Das hätte alles ganz furchtbar toll laufen können mit den Plänen der Bundesfamilienministerin. Hätten da nicht ein paar unverbesserliche Störer unter den Providern angemerkt, dass man ohne gesetzliche Grundlage nicht einfach so das Grundgesetz Artikel 5 einschränken darf. Das passte jetzt so gar nicht in den Plan. Für diese Abweichler musste man wohl oder übel irgendein Gesetz anpassen oder ein neues Gesetz schaffen. Trotz anhaltender Beschwerden und Hinweisen von Datenschützern und Internet-Experten zog man also schnell einen Entwurf aus der Tasche nachdem das Eckpunktepapier ein Reinfall war. Und damit nicht genug, laut der Ministerin haben 80% der deutschen Provider die freiwillige (d.h. ohne gesetzlicher Grundlage) Verpflichtung zum Aufbau solch einer Infrastruktur abgegeben. Nur lustig, dass einige Provider diese Aussage vehement abstreiten, und zwar eindeutig: "Die Aussagen von der Leyens stimmen nicht". Da drängt sich einem die Vermutung geradezu auf, dass die Dame nur blinden Aktionismus haben will. Sie hört weder auf die Expertenrunden im Bundestag, noch auf die Experten bei den Providern. Ist das jetzt Wahlkampf, Unwissenheit, egozentrisch oder die Unfähigkeit Fehler einzugestehen?
Andere Länder haben bereits eine Sperrliste. Und das Traurige daran? Sie bewirkt genau das Falsche. Die Sperrung bewirkt, dass Bürger die sowieso nicht auf die Seiten gesurft wären auch nicht dorthin kämen. Die eigentliche Zielgruppe ist technisch versiert genug die Sperren zu umgehen. Das wirklich Perverse ist allerdings: Ein Großteil der Kinderpornographie liegt auf Servern die in Ländern stehen welche harte Gesetze gegen Kinderpornographie haben. Unter anderem Deutschland. Traurigerweise wurde anscheinend bei keiner der Seiten auf der Sperrliste versucht mit dem Provider in Kontakt zu treten um die Seiten abschalten zu lassen. Der FITUG hat dazu und zu den Sperren allgemein eine gute Pressemitteilung herausgegeben. Lieber durchsucht man die Wohnung von Leuten die auf ein Blog verlinken das wiederum auf eine der Sperrlisten bei Wikileaks verlinkt.
In dem Zusammenhang noch: Wikileaks veröffentlicht Dokumente die normalerweise nicht für die Öffentlichkeit bestimmt sind. Unter anderen eben auch die Zensurlisten aus anderen Ländern. Dabei gab es gestern eine Hausdurchsuchung beim deutschen Inhaber der Domain wikileaks.de. Das Ganze war und ist reichlich sinnlos, da die deutsche Wikileaks Seite nur auf die Originalseite weiterleitet und selbst keinen Inhalt enthält. Was mal wieder zeigt, dass bei unserem Staat kein Know-How in Sachen Internet vorhanden ist.
So, ich musste mir das Ganze mal von der Seele schreiben. Das was hier passiert hat nur ein Wort verdient: Zensur. Und so abgedroschen es klingt: Wehret den Anfängen! Andere Leute die besser formulieren können als ich haben sich auch Gedanken dazu gemacht und ich würde meine Leser bitten auch diesen Leuten einmal zuzuhören:
Tuesday, June 17. 2008
Hilf Firefox (ab 19 Uhr) einen Weltrekord aufzustellen!

Tuesday, June 19. 2007
Von wegen Deutschland ist sicher im Netz! Wir alle sind einem hohen Risiko ausgesetzt! Wir stehen kurz vor einem....
Internet Alarm!
Tja, das hättet ihr jetzt nicht erwartet oder? Ihr surft völlig ahnungslos herum, und womöglich seid ihr euch gar nicht bewusst, das ihr einem hohem Risiko ausgesetzt seid! Doch Gott sei Dank, die Rettung naht. Denn "Deutschland sicher im Netz" wacht über euch. Innenminister Schäuble liegt unsere Sicherheit (und der Inhalt unserer Festplatten) am Herzen. Da darf man dann auch schon mal Panik schüren, wenn Microsoft ein paar neue Patches verteilt. Und so zeigt das Barometer auf www.sicher-im-netz.de auch gleich mal die zweithöchste Warnstufe:

Ich frage mich wann der "Internet Alarm" dann wohl ausgelöst wird. Hier ein paar Vorschläge:
- Der Zufallsgenerator auf der Homepage wählt "Internet Alarm" aus.
- Microsoft verteilt mehr als 20 Patches auf einmal
- Apple verteilt einen Patch und zwar nach einer Keynote von Steve Jobs (One more thing: You're all 0wned!)
- Microsoft verteilt keinen Patch
- Google reicht seinen Suchindex (per FTP) bei der Nationalbibliothek ein. Das Internet bricht zusammen.
- goatse.cx geht wieder online
- Heise geht nicht.
- Google geht nicht.
- Das Bundesinnenministerium hat sich den Bundestrojaner eingefangen
- Jemand hat Schäuble alle Blogeinträge mit dem Tag "stasi2.0" gezeigt. Schäuble sieht daraufhin das gesamte Internet als terroristische Vereinigung an und löst Alarm aus.
Friday, September 1. 2006
Wer sich für die drahtlose Funksituation in Regensburg interessiert, der hat evtl. ein Interesse an dem aktuellen B5 Aktuell Computermagazin. Ein Redakteur hat sich auf gemacht nach Regensburg, auf der Suche nach den kostenlosen HotSpots.
Das MP3-File ist hier zu finden. Der Beitrag über HotSpots in Regensburg beginnt in etwa bei 15:54 Minuten. Wer den Podcast direkt abonnieren möchte, findet den RSS-Feed hier. Es gibt auch alle Podcast-Programme des Bayrischen Rundfunks im Überblick.
Das Fazit: Umsonst ist da eigentlich gar nichts, die meisten Chancen einen Hotspot zu finden hat man, wenn man die T-Mobile HotSpots benutzt, allerdings kosten diese auch nicht gerade wenig. Der Beitrag ist trotzdem recht interessant, vor allem wenn man sich in Regensburg etwas auskennt und einem die Namen der meisten Restaurants und Cafes etwas sagen. 
Tuesday, April 25. 2006
Gerade bei netzpolitik.org gefunden: Die New York Times schreibt über die Zensur die amerikanische Firmen in China ausüben. Ein relativ langer und lesenswerter Artikel über die aktuellen Zustände in China.
But as Lee and I talked about how the Internet was transforming China, he offered one opinion that seemed telling: the Chinese students he meets and employs, Lee said, do not hunger for democracy. "People are actually quite free to talk about the subject," he added, meaning democracy and human rights in China. "I don't think they care that much. I think people would say: 'Hey, U.S. democracy, that's a good form of government. Chinese government, good and stable, that's a good form of government. Whatever, as long as I get to go to my favorite Web site, see my friends, live happily.' "
New York Times
Sunday, March 19. 2006
Martin Geuß alias Supernature, Betreiber des gleichnamigen Supernature-Forums, wurde Ziel einer Abmahnung - er soll für Beiträge haftbar gemacht werden, die ohne sein Wissen eingestellt wurden.
Die Durchsetzung solcher Ansprüche wäre praktisch das Ende aller Foren, Blogs, und Gästebücher in Deutschland, weil eine vorherige Kontrolle kaum durchführbar ist und ein schneller Informationsaustausch gar nicht mehr möglich wäre.
Geuß ließ sich nicht einschüchtern und wies alle Forderungen sowohl persönlich als auch über seinen Anwalt zurück. Die abmahnende Partei zog sich daraufhin erstmal zurück, lehnte einen verbindlichen Verzicht auf die Ansprüche allerdings ausdrücklich ab.
Um für sich selbst und alle anderen Betreiber von Foren, Blogs etc. Gewissheit zu erlangen, geht er nun selbst in die Offensive und will sich die Unrechtmäßigkeit solcher Abmahnungen vor Gericht bestätigen lassen.
Das damit verbundene finanzielle Risiko ist enorm, daher bittet er um Hilfe.
Ich unterstütze seinen Aufruf, weil die Klage im Interesse aller ist, die derartige Webseiten betreiben.
Alle Infos zu der Aktion sowie die Dokumentation des gesamten Falls sind unter folgender URL zu finden:
http://www.supernature-forum.de/spendenaktion/index.php
Jeder kann helfen, und wenn es nur mit Kleinstbeträgen ist. Und wer nicht spenden kann oder will, der kann mithelfen, diesen Aufruf weiter zu verbreiten. Auch dazu finden sich entsprechende Informationen auf der Aktions-Seite.
Dieser Text wurde von der Aktionsseite übernommen.
Wednesday, December 14. 2005
Beruflich und privat habe ich viel mit Telekommunikation zu tun. Ich rufe Freunde und Kunden an, verschicke E-Mails, schicke SMS, chatte mit Kollegen und surfe im Web. Was das alles miteinander zu tun hat?
Ab demnächst werden die Verbindungsdaten für jeden Anruf, jede Mail, jede SMS und so ziemlich alle Spuren die man im Netz hinterlässt gespeichert. Und zwar für theoretisch unbegrenzte Zeit.
Wie zum Beispiel Heise ausführlich berichtet, hat das EU Parlament soeben beschlossen, dass Telekommunikationsdaten auf Vorrat gespeichert werden müssen. Und man kann noch so viel mit Terrorismus und sonstigen Totschlagargumenten um sich werfen, diese Aktion etabliert die Grundzüge eines Überwachungsstaat wie er schon in 1984 so treffend beschrieben wurde.
Ohne Anfangsverdacht werden riesige Datenmengen gehortet (Wer das wohl bezahlen wird? Eine Rechnung macht zum Beispiel Guido in seinem Blog), wobei noch nicht mal wirklich klar ist, wie das technisch geschehen soll. Was genau soll das denn noch mit verhältnismäßiger Datenspeicherung zu tun haben? Wird man dadurch mehr Terroristen oder Kinderschänder verhaften? Ich wage es zu bezweifeln. Wird man Verbrechen dadurch vorzeitig verhindern können? Bei den Datenmengen die anfallen ist das unwahrscheinlich, schon heute sind viele staatliche Stellen mit der Auswertung der vorhandenen Daten überfordert.
Für die Leute unter uns die nicht gern Schritt für Schritt überwacht werden wollen, bleiben noch so Auswege wie zum Beispiel das TOR Netzwerk oder JAP. Jedenfalls so lange, bis man diese auch für illegal erklärt. Und wie es dann weitergeht, da kann man sich ja schon mal Anleitung von unserem Industriepartnerland China holen.
[Update] Man hat sich nicht auf eine Speicherfrist einigen können, also können die Daten unbegrenzt gespeichert werden, Polen will Daten z.B. 15 Jahre lang speichern. Desweiteren habe ich etwas klarer geschrieben, dass es um die Verbindungsdaten geht, nicht um den Inhalt. Alles ganz genau schreibt Netzpolitik.org.
Wednesday, December 7. 2005
Die Sunrise-Periode 1 von .eu ist gestartet, gleichzeitig ist whois.eu als Whois-Server online gegangen. Das Webinterface ist unter www.whois.eu erreichbar.
Leute die gwhois benutzen, können folgenden Eintrag in die pattern Datei hinzufügen:
:whois|whois.eu
\.eu$
Friday, December 2. 2005
Bald ist es soweit. Die EU-Politiker haben sich ihr Weihnachtsgeschenk erfüllt. Schon bald darf 24 Monate gespeichert werden, wo und wann man mit wem telefoniert, wann und an wen man E-Mails schreibt, und mit wem man mittels VoIP telefoniert.
Was kann man also tun, wenn man nicht zensiert werden will und nicht will das Staat, Arbeitgeber oder neugierige Mitmenschen alles mitkriegen was man im Internet tut? Eine Möglichkeit ist das Tor Netzwerk das unter anderem von der Electronic Frontier Foundation gefördert wird.

Das TOR-Netzwerk fuktioniert im Prinzip so: Man installiert auf seinem Rechner ein Clientprogramm welches als SOCKS-Proxy fungiert und somit im Prinzip alle möglichen Internetanwendungen(Web, Mail, P2P, etc.) verschlüsseln kann. Wenn man nun diesen Client als Proxy in seinen Browser einträgt, wird eine Verbindung nicht mehr direkt aufgebaut, sondern die Daten gehen verschlüsselt an einen TOR-Router. Dieser wiederum verschickt die Daten über 2 oder mehr TOR-Router weiter, wobei der jeweilige Router nur seine nächsten Nachbarn kennt. Der letzte Router stellt dann quasi "in Vertretung" die Anfrage an den jeweiligen Webserver.
Der Trick ist, da jeder Router nur seinen nächsten Nachbarn kennt und die Daten zwischen den einzelnen Stationen verschlüsselt sind, kann niemand einen Zusammenhang zwischen den Daten die das Netzwerk betreten und den Daten die das Netzwerk verlassen herstellen, auch nicht die TOR-Router selbst. Alle Informationen zum TOR-Netzwerk und Anleitungen für verschiedene Betriebssysteme findet man auf tor.eff.org. Damit TOR schnell arbeiten kann werden auch ständig neue Router für das Netzwerk benötigt. Wer einen Server mit fester IP hat und etwas Traffic/Bandbreite entbehren kann,sollte TOR als Server laufen lassen, damit andere TOR-User davon profitieren können.
Tuesday, September 27. 2005
Happy Birthday Google. In sieben Jahren hast du es vom Nobody zur größten Suchmaschine aller Zeiten entwickelt. Der SPOF des Internets, der Quell der Wahrheit, eines der einflußreichsten Unternehmen im Internet. Die Welt ist was Google findet. Ist das gut so? Wer weiß.
Fest steht, dass Google schon heute nicht mehr aus der Internetwelt wegzudenken ist. Unternehmen gewinnen und verlieren Umsatz, je nachdem wie ihre Seite bei Google gelistet ist. Millionen Menschen sind mit ihren Postings, Mails, Webseiten und Blogs bei Google verewigt. Man kann nur hoffen, dass Google sie nicht irgendwann enttäuscht. Auch bei Google selbst gibt es einen Blogeintrag zum Geburtstag. Dort wird auch erwähnt, dass der Index von Google 3 Mal größer sein soll als der von jeder anderen Suchmaschine. Auf einer Hilfeseite ist das nochmal genau erklärt, dort findet man auch eine Anleitung wie man selbst die Größe überprüfen können soll.
Tuesday, September 20. 2005
Wie Heise berichtet und auch direkt auf der Opera Homepage zu sehen ist, gibt es ab sofort Opera kostenlos und (im Unterschied zu bisherigen Versionen) ohne Werbebanner. Schon bei der Geburtstagsaktion vor einem Monat gab es Opera einen Tag kostenlos. Aus der Presseerklärung: "Today we invite the entire Internet community to use Opera and experience Web browsing as it should be," said Jon S. von Tetzchner, CEO, Opera Software. "Removing the ad banner and licensing fee will encourage many new users to discover the speed, security and unmatched usability of the Opera browser." "Opera fans around the globe made this day possible," said von Tetzchner. "As we grow our userbase, our mission and our promise remain steadfast: we will always offer the best Internet experience to our users - on any device. Today this mission gains new ground." Bleibt nur zu hoffen, dass das wirklich nur ein netter Zug von Opera ist und nicht das Ende der Weiterentwicklung des Browsers für den Desktop ankündigen soll. Denn schließlich hat Opera ja schon vor einiger Zeit verlauten lassen, dass die Zukunft eher im Markt für mobile Applikationen liegt.
Thursday, September 15. 2005
Wie unter anderem Golem berichtet, hat der bayrische Innenminister Beckstein dem Handelsblatt ein Interview gegeben in welchem er sich für die Filterung von Webseiten ausspricht, welche Anleitungen zum Bombenbau aus Haushaltsmitteln enthalten. Nun, solche Sprüche sind ja nichts neues, es wird in schöner Regelmäßigkeit versucht, das Internet in Deutschland zu zensieren. Das bietet immer eine gute Gelegenheit, auf die Aktion Informationsfreiheit von odem.org hinzuweisen. Leider kommen immer mal wieder Politiker auf die Idee, sie müssten mit solchen Vorschlägen und Aktionen auf sich aufmerksam machen. Das so eine Zensur aufgrund der Struktur des Internets sowieso nur für technisch nicht versierte User greifen kann und das meistens tausende unschuldiger Seiten auch davon betroffen sind, das interessiert in dem Falle keinen. Obwohl man sich darüber im Bundestag eigentlich schon einig war. Anstatt die Leute aufzuklären oder die Verursacher zu belangen wird der Weg des geringsten Wiederstandes gegangen: Was man nicht sieht, das gibt es auch nicht. Noch findet man das teilweise witzig, aber bald kann einem das Lachen vergehen. Damit wird der Trend fortgesetzt, der mit den Sperrungen von rechtsradikalen Seiten in NRW begonnen hat. Nun werden zwar die armen Bürger von NRW davor bewahrt diese Seiten sehen zu müssen, aber trotzdem ist der Schund noch im Netz, man nimmt ihn nur nicht mehr wahr. Wenn wir viel Pech haben wird Beckstein ja bald Innenminister, im Kompetenzteam für innere Sicherheit von Frau Merkel ist er bereits. Nach der Wahl kann er sich dann ja daran machen, sein deutsches Intranet zu bauen. Bei den Chinesen kann man sich da gute Tipps abholen. Dann sind wir ja bald vielleicht nicht nur rechtsradikale Seiten und Seiten zum Bombenbau los sondern auch alle anderen Seiten die sich nicht mit der aktuellen politischen Position decken. Dann können deutsche Bürger wieder sicher im D-Net surfen, denn sie wissen: Der Schund ist nur auf der anderen Seite der Mauer. 
Wednesday, September 14. 2005

Google hat heute eine eigene Suchseite nur für Blogeinträge vorgestellt. Google Blogsearch sucht genauso wie sein großer Bruder, allerdings nur in Blogeinträgen. Hinzugekommen sind spezielle Suchoptionen, zum Beispiel für die Suche nach bestimmten Autoren oder Blogtiteln.
Monday, September 12. 2005
Die Kollegen von www.deadtroll.com haben Sinn für Humor und einen talentierten Sänger. Mehr braucht es nicht, um den Sysadmin Song zu kreieren. Und in dem Song steckt mehr Wahrheit als man zunächst sieht. Das ist der Fluch der Systemadministratoren. Wenn alles gut läuft sieht uns keiner, wenn etwas schlecht läuft sind wir die, die den geballten Frust der User abbekommen. Nur einmal im Jahr dürfen wir uns feiern lassen. Aber hey, das ist unser Job, richtig? Choose no life, choose no career, choose to sysadmin! 
Friday, June 10. 2005
Seit dem 01.01.2005 ist es soweit. Sie lesen mit. Sie wissen wem du Mails schreibst und was du schreibst. Wann und wo sie wollen. Man könnte natürlich annehmen, dass sie böse Hacker sind, oder gemeingefährliche Terroristen, aber weit gefehlt. Sie, das sind die Polizisten und Spitzel aus Deutschland. Seit dem 01. Januar 2005 haben sie ein neues Spielzeug: E-Mail Überwachung auf Grundlage der TKÜV. Das mit der Überwachung ist gar nicht so einfach. Da muss sichergestellt werden, dass wirklich alle Mails mitgelesen werden können und es muss sichergestellt werden, dass die Mails sicher an die bespitzelnden Stellen weitergeleitet werden können. Das kostet Geld. Der Staat hat aber kein Geld. Schon gar nicht um die 46.000 EUR zu zahlen, die so eine Überwachungslösung kosten kann, pro Provider wohlgemerkt. Also was tun? Ganz klar, man lässt einfach die Mail-Provider selbst zahlen. Nichts einfacher als das. Schließlich muss doch jeder Anbieter der über 1000 Mailkunden hat locker 46.000 EUR aufbringen können, oder? Aber halt! Das ganze ist ja schließlich nur ein weiterer Schritt zur Bewältigung der großen Aufgabe, die unsere Regierung lösen muß: Die Terrorismusbekämpfung Da muss der Bürger schon mal auf ein paar Grundrechte und die Privatsphäre verzichten. Und falls dann mal ein böser Terrorist (osama.b@gmx.de) an seinen (ebenfalls bösen) Mitwisser(terror4ever@web.de) Mails schreibt, dann kann die Exekutive diese mitlesen und böse Dingetm verhindern. Wie, du glaubst nicht, dass Terroristen so dumm wären? Tja, ich glaube auch nicht, dass Terroristen sich ein Postfach bei Web.de oder GMX holen um völlig unverschlüsselt terroristische Aktionen per Mail zu planen. Aber wir brauchen das auch nicht glauben, der Staat weiss schon was gut für uns ist. Ich zitiere aus einem anderen sehr guten Artikel zu diesem Thema: Das Ministerium für Wahrheit erklärt, dass alle diese Maßnahmen
notwendig und sinnvoll sind, gleich welche Kritik die unwissenden
Mahner wie die Riege der Datenschutzbeauftragten oder irgendwelche
Rechtsgutachter auch immer äußern werden. Aber was tun wenn man trotzdem lieber selbst bestimmen will, wer seine Mails mitlesen können soll? Nun, man könnte zum Beispiel GnuPG installieren, am besten zur Benutzung mit einem Mailclient welcher ein Plugin zur Verschlüsselung von Mails hat. Ich persönlich verschlüssele meine Mails schon lange, leider ist der Anteil von Leuten die das auch tun immer noch viel zu klein.
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